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Kasper, Seppel und der Räuber

Kasper, Seppel und der Räuber

Wer kennt ihn nicht? Kasper mit der roten Zipfelmütze, der mit seinen Geschichten auf der Puppenbühne Generationen von Kindern begeistert hat. Allein bei seinem Ruf “Tri-tra-trullala” wissen alle Bescheid: der Kasper ist da!

Als Unterhaltung für Kinder treten Kasperlefiguren aber erst seit etwa 100 Jahren auf. Über seinen Ursprung ist wenig bekannt. Bis Anfang des 20. Jhd. war das Handpuppenspiel meist eine Attraktion auf Kram- und Jahrmärkten – als Unterhaltung für Erwachsene. Im Mittelpunkt der Aufführungen stand eine lustige Person, die in kraftvollen, derben Ausdrücken gesellschaftliche und politische Missstände kritisierte. Erst später und besonders durch die Puppenspielgruppe Hohnsteiner in den 1920er und 30er Jahren wird das Puppenspiel unter einem pädagogischen Ansatz für Kinder angepasst. Der heute bekannte Kasper tritt auf die Bühne, um die Kinder zu gutem Benehmen oder richtigem Verhalten im Straßenverkehr zu erziehen. In Deutschland erleben nach dem Zweiten Weltkrieg Handpuppen aus Holz, Textil, Masse oder Kunststoff eine große Blütezeit und erobern auch das Fernsehen. Zusätzlich zum Kasper werden auch „TV-Kinderhelden“ wie Ernie und Bert als Puppen vermarktet.

Die Ausstellung zeigt die Entwicklung des Puppenspiels und wie es von gesellschaftlichen und politischen Strömungen beeinflusst wird.

Außerdem in diesem Museum
Daueraustellung
Geschichte

Event details

  • LVR- Freilichtmuseum
  • 19.11.2019
  • 9:00 bis 19:00

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