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Jeden Tag werden Milliarden Emojis über digitale Endgeräte versendet. Seit ihrer plattformübergreifenden Standardisierung 2009 entwickelten sich Emojis innerhalb weniger Jahre zu einem Phänomen digitaler Massenkommunikation. Sie haben den alltäglichen Umgang mit Piktogrammen, also Informationen, die über ein System von Bildern vermittelt werden, nachhaltig verändert. Die heute weit über 3000 standardisierten Emojis sind in den sozialen Netzwerken ständig präsent. Sie spiegeln die Sehnsucht nach einzigartigen Gefühlsäußerungen in einer hoch funktionalen, globalisierten Welt. Die Ausstellung „Piktogramme, Lebenszeichen, Emojis: Die Gesellschaft der Zeichen“ geht der Frage nach, mit welchen Überlegungen, Zielsetzungen und Hoffnungen die Entwicklung moderner Bildzeichensprachen einschließlich der Emojis verbunden ist. Auf welche Probleme ihrer Zeit reagieren sie jeweils? Erweitern sie unsere Ausdrucksmöglichkeiten oder schränken sie diese durch die Festlegung von Stereotypen ein?  

Außerdem in diesem Museum
08.03.2020 - 06.09.2020
Kunst

Event details

  • Leopold-Hoesch-Museum
  • 25.11.2020
  • 12:00 bis 14:00

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Eröffnung:

Sonntag, 08. März 2020, 12 Uhr in Anwesenheit des Künstlers

13 Uhr Performance „Songs to dance to“, Ina Hagenau, Jazz- und Popsängerin, Düren

 

Mit gefundenen wie mit eigenen Fotografien, mit Texten, Videosequenzen, skulpturalen Setzungen und Installationen sowie mit Performances schafft der Künstler Jimmy Robert (*1975, lebt und arbeitet in Berlin) mentale wie körperliche Bezugsräume für die Auseinandersetzung mit Fragen kultureller und gesellschaftlicher Identität. Oft nutzt er dabei Ausgangsmaterialien wie Stoff, Holz oder Papier, die er manuell bearbeitet, die er collagiert, schichtet, faltet, perforiert. Durch die Betonung der spezifischen Materialeigenschaften lässt er diesen Elementen wesenhafte Bedeutung zukommen, sie werden zu Partnern des performativen Prozesses und heben die Unterscheidung zwischen Objekt und Körper, Bild und Raum auf. Dabei werden gesellschaftlich definierte und kulturell wie körperlich wirksame Grenzen, die über die Zuordnung zu Herkunft, Geschlecht oder Klasse erfolgen, thematisiert und erfahrbar gemacht, ihr Anspruch zugleich in Frage gestellt und als Konstruktion erkennbar.

Jimmy Robert stammt aus Guadeloupe (F), ist in Paris aufgewachsen, in London ausgebildet worden und hat an unterschiedlichen Orten in Europa gelebt und gearbeitet. Er kennt die Wirksamkeit gesellschaftlicher Bezugssysteme, die immer auch Instrumente von Unterscheidung und Abgrenzung, von Hierarchien und Herrschaft sind, und nimmt ihre kulturelle Aktivierung aus verschiedenen Perspektiven wahr.

Für das Ausstellungsformat „Apropos Papier:“, das die Relevanz des Werkstoffs Papier für die Gegenwartskunst untersucht, schafft Jimmy Robert eine raumbezogene Installation im Leopold-Hoesch-Museum. Diese basiert auf selbst verfassten und adaptierten Texten, die in Zusammenhang mit in der Vergangenheit und an anderen Orten bereits erfolgten Performances stehen. Ihr Charakter ist assoziativ und ihre Inhalte können als Reflexionen zu Körper, Geste, Rolle, Ort und Funktion gelesen werden. Die Texte sind als skulpturale Elemente unterschiedlichen Grades in der Ausstellung gegenwärtig. Sie bilden monumental oder kleinformatig dimensionierte Wandschriften, erscheinen als Druckwerke auf großen Papierbahnen oder werden als negative Form ihrem Trägermaterial eingeschrieben. Die Gesamtheit dieser für das künstlerische Denken von Jimmy Robert wesentlichen Texte erscheint in Form eines Künstlerbuches, das sie mit Fotografien vergangener Ereignisse in Beziehung setzt und ebenfalls ein Exponat der Ausstellung ist. Dabei korrespondiert die schriftsprachliche Ebene mit neuen, skulptural aufbereiteten Fotografien des Künstlers als Tänzer. Die tänzerischen Positionen, die Jimmy Robert auf ihnen einnimmt, sind repräsentativ für das Thema des Verhältnisses von Körper und Raum. Gleichzeitig verleiht der Umgang mit diesen großformatigen Fotoabzügen ihnen objekthaften Charakter.

Außerdem in diesem Museum
Kunst

Event details

  • Leopold-Hoesch-Museum
  • 09.07.2020
  • 12:00 bis 14:00

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