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Erinnerungen an die Kindheit in einem Land, das man verlassen musste – die Fotografin Loredana Nemes (* 1972) folgt ihnen zurück in ihre rumänische Heimatstadt Sibiu.

Die dort zwischen 2002 und 2013 entstandenen Schwarz-Weiß-Fotografien nennt sie beautiful – ein Ausdruck ihrer tiefen Verbundenheit mit den Orten der Vergangenheit, denen sie auch in poetischen Texten nachforscht. Jene inneren Bilder vermitteln einen Eindruck von der Zäsur, die die Flucht aus dem sozialistischen Land bedeutete. beautiful steht aber auch für jene Momente, in denen Nemes mit offenem Blick einer veränderten gesellschaftlichen Gegenwart gegenübersteht. Frauen, von den Anstrengungen des Lebens gezeichnet, ruhen sich auf einer Parkbank aus, auf der Straße spielende Kinder kokettieren mit der Kamera, lässig agierende Jungen am Dorfrand, ein krummbeiniger Hund als Hüter frischer Wäsche oder ein Priester, der nicht nur die Gemeinde, sondern auch die Autos als Zeichen eines bescheidenen Wohlstandes segnet: Es sind die eher leisen Randerscheinungen, das unspektakulär Alltägliche des Daseins, die Nemes faszinieren – festgehalten in den Gesichtern, Gesten und Handlungen der Menschen, denen sie stets mit großer Empathie und dem Gespür für den richtigen Augenblick zwischen Nähe und Distanz begegnet. Entstanden sind inhaltlich wie formal beeindruckende ‚Porträts‘, die in den beifolgenden Landschaftsaufnahmen ihren entsprechenden Kontext finden.

Außerdem in diesem Museum
Kunst

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  • Ludwig Forum
  • 25.10.2021
  • 10:00 bis 17:00

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Schon bei ihren ersten Streifzügen durch New Yorker Galerien und Ateliers Anfang der 1960er-Jahre verstanden Peter und Irene Ludwig Kunst als einen Spiegel der Zeitgeschichte. In diesem Sinne setzt eine neue Sammlungspräsentation den Umgang und die Repräsentation des Körpers in der US-amerikanischen Kunst der 1960er- bis 1980er-Jahren in einen gesellschaftspolitischen Zusammenhang. In den politisch extrem differierenden Zeiten, vor allem geprägt von den Präsidenten Kennedy, Nixon und Reagan, herrschten auch unterschiedliche Körperbilder und Gesellschaftsbilder, die in der zeitgenössischen Kunst reflektiert wurden.

Es sind nicht nur der Staat und seine Institutionen, die das Körperliche reglementieren, überwachen und strafen, sondern auch ökonomische Interessen der Industrie und der Werbebranche, die bestimmte Körperbilder erschaffen und vermarkten. Kontexte, in denen sich die gezeigten Werke bewegen, sind unter anderem der American Dream und die Werbeindustrie, stereotype Geschlechterrollen und die Frauenbewegung, die Diskriminierung von Schwarzen und Polizeigewalt. Neben zahlreichen Highlights wie der Supermarket Lady von Duane Hanson oder Grazing – Soup to Nuts, MGM, 1930 von Jean-Michel Basquiat, werden in der Ausstellung auch selten präsentierte Fotografien von Andy Warhol und Gary Winogrand sowie Videoarbeiten von Joan Jonas und Bruce Nauman gezeigt.

Kuratiert von Holger Otten

Außerdem in diesem Museum
24.09.21 - 14.11.21
Kunst

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  • Ludwig Forum
  • 25.10.2021
  • 10:00 bis 17:00

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Die Sammlungspräsentation zeigt ein sehr weitläufiges Spektrum von Natur, das als Sujet der Kunst immer wieder aufs Neue hinterfragt wird. Vor dem Hintergrund der Performance Art und Concept Art der 1960er Jahre, entstand mit Künstlern wie Robert Smithson, Hamish Fulton, Richard Long und Michael Heizer ein völlig neuer Gegenstandsbezug zwischen künstlerischem Werk und der Natur, die nun nicht mehr abgebildet wird, wie beispielsweise in der Landschaftsmalerei oder der Fotografie, sondern als gestaltete Natur das Kunstwerk konstituiert. In zahlreichen dokumentarischen Arbeiten, die an der Schnittstelle zwischen Land Art, Performance Art und Concept Art zu verorten sind, wird Natur als ein zu erschließender Sehnsuchtsort thematisiert. Hierbei werden Motive aus der Romantik aufgegriffen, wie beim Aachener Künstlerduo Barbara und Michael Leisgen oder dem britischen Künstler Hamish Fulton, die vornehmlich die abgeschiedene Landschaft als Seelenlandschaft thematisieren. Als Gegenpol zur figurativen Kunst, die schwerpunktmäßig in der Ausstellung behandelt wird, beschäftigen sich abstrakte Arbeiten von Gerhard Richter, Lee Lozano, Klaus Rinke, Robert Morris und Ron Cooper mit natürlichen Phänomenen, die spielerisch und konkret mit wissenschaftlicher mathematischer Präzision Natur verhandeln, oder entfernte kosmische Welten, die in den Werken von Nancy Graves thematisiert werden.

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27.08.2020 - 10.01.2021
Kunst

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  • Ludwig Forum
  • 10.07.2020
  • 10:00 bis 17:00

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Die Sammlung von Peter und Irene Ludwig ist eine der größten und bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt. Das Ludwig Forum Aachen beherbergt über 3.000 Werke dieser Sammlung, darunter viele Arbeiten, die in keiner Kunstgeschichte fehlen und somit zum Weltgedächtnis der Kunst des 20. Jahrhunderts gehören. Duane Hansons hyperrealistische Skulptur „Supermarket Lady“, Schlüsselwerke der Pop Art-Ikonen Andy Warhol und Roy Lichtenstein sowie der zentralen Wegbereiter Robert Rauschenberg und Jasper Johns bilden das Herzstück der Sammlung. Mit ihrer ersten Reise nach New York 1967 war das Interesse des Sammlerpaares an US-amerikanischer Kunst nicht mehr zu stoppen. Als Ausdruck eines Lebensgefühls ihrer Zeit waren die Ludwigs auf der Suche nach einem weltumspannenden Kunstbegriff, einer ganz eigenen Welt gegenüber der vorherrschenden Politik und Gesellschaft. Ein besonderes Augenmerk galt dabei der gegenständlichen Malerei und Skulptur, welches die Ausstellung mit rund 30 Hauptwerken aus Pop Art und Hyperrealismus widerspiegelt.

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27.08.2020 - 10.01.2021
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  • Ludwig Forum
  • 10.07.2020
  • 10:00 bis 17:00

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Blumensprengung, das titelgebende Werk von Annette Wehrmann, steht assoziativ für die Aufbruchsstimmung der frühen 1970er-Jahre. Eine erstarkende Frauenbewegung inspirierte auch die Kunstwelt dieser Zeit. Künstlerinnen verkündeten das Ende der Bescheidenheit und reklamierten auf allen Feldern der Kunst denselben Respekt für sich, der Männern seit jeher zuteilwurde. Sie schufen Großskulpturen, inszenierten ihren nackten Körper in Videos und Performances und provozierten mit politisierenden Aktionen im öffentlichen Raum. Gleichzeitig ebneten feministische Kunsttheoretikerinnen den Weg für eine neue Wertschätzung künstlerischer Leistungen von Frauen.

In das Jahr 1970 fällt auch die Gründung der Neuen Galerie – Sammlung Ludwig. Mit dieser Vorgängerinstitution des Ludwig Forum für Internationale Kunst erhielt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst – die des Sammlerpaars Peter und Irene Ludwig – in Aachen einen festen Ort. Das Jubiläum des Hauses nehmen wir zum Anlass, unseren Sammlungsbestand einer Neubewertung zu unterziehen und erstmals anhand von rund hundert Werken den Fokus ausschließlich auf die Künstlerinnen zu richten.

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27.08.2020 - 10.01.2021
Kunst

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  • Ludwig Forum
  • 23.08.2020
  • 10:00 bis 17:00

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Schon mit dem Beginn der Videokunst wurden unterschiedliche Objekte gesucht oder gefunden, um sie vor und mittels der Kamera zu beschreiben, zu untersuchen oder mit ihnen zu interagieren. Mal geht es hierbei um das Verhältnis zwischen Subjekt und Objekt, mal um das Verhältnis zwischen Kunst- und Gebrauchsgegenständen. So sagte John Baldessari über Folding Hat, eine Videoarbeit, die er 1970-71 für die inzwischen legendäre Düsseldorfer Videogalerie des Kameramanns und Galeristen Gerry Schum produzierte: „Ich dachte an Flüchtigkeit, Veränderbarkeit, Mode und daran, dass die Unterscheidung zwischen einem Gebrauchsgegenstand und einem Kunstobjekt eine Frage der Intention ist.“ In jedem Fall reizt viele Künstler*innen die technischen Möglichkeiten, Objekte in ihrer Zeiträumlichkeit ermessen, festhalten, aber auch verändern und mit anderen Dingen und Gedanken verknüpfen zu können. So wurde von den Pionier*innen der Videokunst das videografische Readymade geboren.

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27.08.2020 - 10.01.2021
Kunst

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  • Ludwig Forum
  • 22.07.2020
  • 10:00 bis 17:00

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Was macht einen Menschen im digitalen Zeitalter aus? Die Optimierung und Manipulation des Körpers durch technische und medizinische Eingriffe wirft Fragen auf nach der menschlichen Identität, denen Louisa Clement in ihrer künstlerischen Arbeit nachgeht. Ihre Fotografien, Videos, Installationen, Skulpturen und Virtual-Reality-Arbeiten reflektieren unsere Alltagswirklichkeit auf verführerische und gleichzeitig abgründige Weise. Im Zentrum steht meist der Körper selbst – fragmentiert, anonymisiert und verfremdet wird dieser zum Sinnbild des „neuen Menschen“ in einer digitalisierten Lebenswelt. Clements Arbeiten bewegen sich im spannungsreichen Wechselspiel zwischen Virtualität und Realität, Absenz und Präsenz.

Louisa Clement (*1987 in Bonn) schloss 2015 ihr Studium an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschülerin bei Andreas Gursky ab und kann bereits auf zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in renommierten Museen, Galerien und Ausstellungshäusern zurückblicken. Die vom Sprengel Museum Hannover in Kooperation mit dem Ludwig Forum Aachen konzipierte Präsentation ist mit rund 130 Arbeiten ihre erste museale Überblicksausstellung.

Außerdem in diesem Museum

06.09.19 – 10.11.19
Kunst

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  • Ludwig Forum
  • 27.09.2019
  • 10:00 bis 17:00

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